Die Siedlergemeinschaft Glehn stellt sich vor

Die Siedlergemeinschaft Glehn kann inzwischen auf ein über 60jähriges Bestehen zurückblicken.
Die Siedlergemeinschaft ist dem VERBAND WOHNEIGENTUM E.V. angeschlossenund gehört zum Kreisverband Neuss des
VERBAND WOHNEIGENTUM NORDRHEIN-WESTFALEN E.V
Im Jahre 1950 nahm eine Gruppe von Heimatvertriebenen und einigen Glehner Einwohnern den Plan in Angriff, im Westen Glehn''s zu bauen. die katholische Kirchengemeinde St. Pankratius stellte Land zur Verfügung und schloss im August 1950 mit der Rheinischen Heimstätte Erbbauverträge zu Siedlungszwecken.
Die Rheinische Heimstätte gewährte als Bauträger günstige Kredite und Beratung Hilfe zur Selbsthilfe.
Es mussten verschiedene Auflagen befolgt werden: Die Grundstücksgröße musste mindestens ein Morgen Land (1000m²) betragen, Viehhaltung war vorgeschrieben. Die Nutzung des Landes hatte entsprechend der "Wirtschaftsordnung für Kleinsiedlungen" zu erfolgen.
Hier heißt es: "Die Wirtschaftsordnung will den Aufbau einer zweckmäßigen und ordnungsmäßigen Siedlerwirtschaft fördern. Ziel einer solchen Wirtschaft ist, das die Siedlerfamilie aus der Siedlerstelle den gesamten Bedarf an Obst, Beerenobst, Gemüse und Eier und je nach Größe der Landzulage Teile des Milch- und Fleischbedarfs deckt".
Unter Leitung von Erwin Wünnemann gründeten die ersten 10 Siedler die Siedlergemeinschaft Glehn und schlossen sich dem Deutschen Siedlerbund e.V. an.
Muskelkraft und Spaten ersetzten die heute selbstverständlichen Maschinen. Selbsthilfe
Alles musste mühsam von Hand vorbereitet und transportiert werden.
So entstanden in der Marienstraße die ersten 10 Häuser mit Stallungen und Klärgrube da keine Kanalisation vorhanden war.
Da es auch noch keine Trinkwasserversorgung gab, wurde ein Brunnen gebohrt und ein eigenes "Wasserwerk" installiert.
Erst in den 60iger Jahren erfolgte die Anschluss des Siedlungsgebietes an die Wasserversorgung und Kanalisation und der Ausbau der Straßen.
Im Laufe der Zeit wurde viel um-, an- und ausgebaut. So wurden im Laufe der Zeit die Stallungen aus den Häusern entfernt und die Häuser modernisiert.
Unter den schwierigen finanziellen Bedingungen der Nachkriegszeit waren die Siedlerstellen nur mit sehr viel Gemeinschaftsarbeit und Eigenleistung im Jahr 1951 bezugsfertig.
Nachdem die Anfangsschwierigkeiten überwunden waren erwies sich die Zugehörigkeit zur Siedlergemeinschaft weiterhin als Bindeglied für gemeinsame Aktivitäten. Recht früh legte man ein Sparkonto an und sammelte wöchentlich bei allen Mitgliedern Sparbeiträge ein. Wurde dieses Spargeld anfänglich zum Einkauf der Winterkohle für das Heizen der Häuser eingesetzt, so wurde in späteren Jahren damit der gemeinsame Jahresausflug finanziert.
Recht bald schloss man sich dem rheinischen Brauchtum an und veranstaltete bis zum Jahre 1999 eine eigene Karnevalsfeier, an der neben verschiedenen örtlichen Vereinen auch die Siedlergemeinschaften aus Büderich und Osterath teilnahmen.
Die Fahrradtour am 1. Mai gehörten seit Mitte der 70iger Jahre ebenso zu den festen Aktivitäten, wie der Jahresausflug und die Adventfeier.
Doch auch an der Siedlergemeinschaft ist der demografische Wandel nicht spurlos vorübergegangen.
So fand 2012 die letzte Fahrradtour am 1. Mai statt. Seither treffen sich die Siedler am 1. Mai zu einem gemütlichen Grillnachmittag.
Auch zu den Ausflügen fanden sich immer weniger Teilnehmer, so das der letzte Tagesausflug 2009 veranstaltet wurde.
Die Siedlergemeinschaft besteht aktuell noch aus 31 aktiven und 4 passiven Mitgliedern bzw. Mitgliedfamilien.
Der Jahresmitgliedsbeitrag schließt für die aktiven Mitglieder eine Grundstücks-Rechtschutz-Versicherung sowie die monatlich erscheinende Zeitschrift "Familienheim und Garten" mit ein.
Im März 2001 erschien die erste Ausgabe von "Unsere Siedlergemeinschaft", als Mitteilungen für die Siedlergemeinschaft Glehn. In diesem monatliche erscheinenden Mitteilungsblatt werden die Mitglieder über Termine und Jubiläen ebenso informiert wie über aktuelle Themen zum Thema Haus und Garten und über die Arbeit des Kreis- und Landesverbandes.
Seit Mai 2001 verfügt die Siedlergemeinschaft Glehn über einen eigenen, Auftritt im Internet.

Der Vorstand

Der Gründungsvorsitzende Erwin Wünnemann hatte den Vorsitz 24 Jahre inne.
Horst Schwermer wurde 1974 zu seinem Nachfolger gewählt und übte dieses Amt bis zum Jahre 2001 aus.


Der aktuelle Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Gerhard TummaVorsitzender:
Gerhard Tumma
Willi LipgensStellv. Vorsitzender:
Willi Lipgens
Brigitte WuscheKassiererin:
Brigitte Wusche
Martha LipgensStellv. Kassierein:
Martha Lipgens
Helga BoderkeSchrift-führerin:
Helga Boderke
Inge TummaStellv. Schrift-führerin:
Inge Tumma

Ehrenvorsitzende:

Erwin Wünnemann (verstorben 1996)
Mitbegründer der Siedler-gemeinschaft und Vorsitzender von 1950 - 1974. 1974 zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Horst Schwermer
Mitglied in der Siedler-gemeinschaft seit 1968.
Vorsitzender von 1974 - 2001.
Ehrenvorsitzender seit 2001.